Parodontologie

Bei der Parodontose-Behandlung werden Beläge und Bakterien aus den Zahnfleischtaschen beseitigt und entzündetes Gewebe entfernt. Um dabei keine Beläge von den Zahnflächen in die Tiefe zu verschleppen, bedarf es einer systematischen Vorbehandlung. Zahnoberflächen und Zahnfleisch müssen zunächst bei einer Professionellen Zahnreinigung gesäubert werden. Bei der eigentlichen Parodontose-Behandlung werden dann unter Lokalanästhesie die Wurzeloberflächen in der Tiefe mittels Ultraschall und speziellen Handinstrumenten gereinigt. Das Zahnfleisch wird antibakteriell gespült und mit einer entzündungshemmenden Salbe versorgt. In seltenen Fällen wird zusätzlich ein systemisches Antibiotikum verabreicht. Bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen und starkem Knochenabbau kann auch ein chirurgisches Vorgehen notwendig werden. Dieses erfolgt jedoch erst drei Monate nach der abgeschlossenen Therapie.

Was versteht man unter Parodontologie?

Unter Parodontologie versteht man die Behandlung des Zahnhalteapparates. Der Zahnhalteapparat verankert den Zahn fest im Kiefer. Er besteht aus der Alveole (dem Knochenfach, in dem der Zahn steckt), dem Zahnfleisch, dem Faserapparat, der den Zahn stabil hält und dem Wurzelzement.

Wann wird eine Parodontitis-Behandlung notwendig?

Ist der Zahnhalteapparat entzündlich erkrankt, spricht man von einer Parodontitis. Sie gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Sie wird durch Bakterien und der Entzündungsreaktion des Körpers verursacht. Durch diese chronische Entzündung kommt es zum Knochenabbau, was im fortgeschrittenen Stadium zum Zahnverlust führt. Um die Zerstörung des Knochens aufzuhalten und die Entzündung zu bekämpfen, muss eine Parodontose-Behandlung durchgeführt werden.

Wie lange dauert eine Parodontitis-Behandlung?

Die Vorbehandlung erfolgt in 2-3 Sitzungen im Abstand von 1-2 Wochen. Die Parodontitis-Behandlung wird üblicherweise an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchgeführt, wobei jede Sitzung 30-60 Minuten dauert. Nach einer Woche wird das Ergebnis noch einmal kontrolliert.

Welche Erfolgsaussichten hat eine Parodontitis-Behandlung?

Die Parodontose-Behandlung hat sehr gute Erfolgsaussichten. Dafür sind jedoch regelmäßige Kontrollen und eine vierteljährliche Professionelle Zahnreinigung notwendig. Nur dann kann der Erfolg der Therapie aufrecht erhalten und eine Wiedererkrankung verhindert werden.

Gibt es Alternativen?

Zu der Therapie gibt es keine Alternativen. Wird eine Parodontitis nicht behandelt, kommt es zum Fortschreiten der Erkrankung, was zum Zahnverlust führen kann.

Ist eine Weiterbehandlung nach der Parodontitistherapie notwendig?

Nach der Parodontitis-Behandlung sollte der Patient zur Unterstützung der Therapie für vier Wochen eine antibakterielle Mundspüllösung verwenden. Zudem sind regelmäßige Kontrollen und Professionelle Zahnreinigungen im Abstand von 3 Monaten notwendig. Wer einmal an einer Parodontitis erkrankt ist, ist chronisch krank. Daher muss eine stetige Nachsorge erfolgen.

Zahlt die Parodontitis-Behandlung meine Krankenkasse?

Die Kosten der Parodontitis-Behandlung werden von der Krankenkasse übernommen. Dafür ist jedoch erforderlich, dass zuvor ein Antrag eingereicht wird und belegt werden kann, dass der Patient motiviert ist und die Notwendigkeit der Therapie einsieht. Daher fordert die Krankenkasse eine systematische Vorbehandlung. Die Kosten für die Vorbehandlung übernimmt die Krankenkasse nicht. Diese hat der Patient selbst zu tragen.